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Bericht über unseren Aufenthalt in Großbritannien im Mai 2010
Bericht von Fremdsprachen-Industriekaufleuten über den Auslandsaufenthalt in England (von Birgit Straubinger)
Im Mai – vom 2. Mai bis zum 29. Mai – verbrachten die fünf Auszubildenden zum/zur Fremdsprachenindustriekaufmann/-frau des ersten Ausbildungsjahres der Lindner-Gruppe mit 28 weiteren Schülern der Berufsschule II Passau vier Wochen in Großbritannien. Es war Teil der Ausbildung und aufgeteilt in zwei Bereiche. In den ersten zwei Wochen waren wir in London – einer wirklich riesigen Weltstadt. Wir reisen per Flugzeug und waren bei Gastfamilien im Osten Londons untergebracht. Während unseres Aufenthalts in London besuchten wir das „European College of Business and Management“ (ECBM), welches von der deutsch-britischen Handelskammer gegründet wurde. Jedes Jahr kommen viele deutsche Schüler an das College, um einen zwei- oder dreiwöchigen Kurs zu machen. In dieser Zeit lernten wir vieles über London und Großbritannien; zum Beispiel über die City of London oder warum London solch ein wichtiger Anziehungspunkt für Banken und Versicherungsfirmen ist. Außerdem machten wir mit unseren Lehrern des College verschiedene Exkursionen. Wir besuchten die Londoner Metallbörse, Canary Wharf, die City of London und die große Versicherungsgesellschaft Lloyd’s, die einer der größten und ältesten Versicherungsmärkte ist. Am Ende der zwei Wochen am College hatten wir zwei Prüfungen. Eine bestand darin, eine Präsentation, bezogen auf den Unterrichtsstoff, zu halten. Jeder von uns bekam sein eigenes Thema, das wir vor einigen Schülern und einem Lehrer vorstellten. Danach beurteilte der Lehrer, wie wir unser Thema präsentiert haben, was gut und schlecht war. Am nächsten Tag hatten wir unsere schriftliche Prüfung, die drei Stunden dauerte. In dieser Zeit hatten wir vier Aufsätze über verschiedene Themen, die uns die Lehrer vorgaben, zu schreiben. Zurück in Deutschland mussten wir einen zusammenfassenden Bericht über unsere Präsentation schreiben, der ein Drittel der Gesamtnote unseres College-Zertifikates darstellt. An diesem letzten Tag verabschiedeten wir uns vom College und am Abend machten wir einen Spaziergang am südlichen Ufer der Themse mit unserer deutschen Lehrerin Frau Soll. Zuerst besuchten wir das „Tate Modern Museum“, das einmal ein Kraftwerk war und nun eines der berühmtesten Museen Londons ist. Anschließend gingen wir an der Themse entlang, machten viele Fotos und genossen die schöne Atmosphäre Londons bei Nacht. Den Abend rundeten wir in einem schönen kleinen Pub ab.
Am 15. Mai fuhren wir mit dem Bus nach Plymouth. Es dauerte etwa sechs Stunden und wir bekamen die Gelegenheit, einen Blick auf die schöne englische Landschaft zu werfen. Dort waren wir ebenfalls bei Gastfamilien untergebracht. Meine Gastfamilie in Plymouth war genauso freundlich wie die in London. In London bestand meine Familie aus einer älteren Dame, ihren zwei erwachsenen Kindern und einer weiteren Gastschülerin aus Japan. Meine Familie in Plymouth war ein kleines sechsjähriges Mädchen, ihre Schwester und ihre Tante. Beide Familien sprachen sehr viel mit mir, sodass ich die Gelegenheit bekam, mein Englisch zu verbessern und viele neue Wörter und Redewendungen zu lernen. Plymouth ist eine sehr schöne Stadt an der Südwest-Küste von England und hat ein schönes Stadtzentrum und einen alten Hafen. Innerhalb ein paar Minuten kann man zu Fuß vom Stadtzentrum aus die Küste erreichen und hat einen wunderschönen Blick auf das Meer. Dort ist auch der alte Leuchtturm und bei schönem Wetter kann man dort Stunden auf dem Gras verbringen. Unsere Aufgabe in Plymouth war es, ein Praktikum zu machen. Jeder von uns hatte seine eigene Praktikumsstelle. Ich arbeitete in der Firma „LGF Marketing“, welche eine sehr kleine Firma wie die meisten in Großbritannien ist. Lucy George-Foster war meine Praktikumsleiterin und sie führt die Firma alleine. Es war eine sehr neue Erfahrung, in solch einem kleinen Betrieb zu arbeiten im Vergleich zur großen Lindner-Gruppe. Ich machte die Ablage, erweiterte Kundendatenbanken, entwarf neue Word-Dokumente und begleitete Lucy zu verschiedenen, interessanten Besprechungen. Bei meinem Praktikum bekam ich auch Gelegenheiten, mein Englisch zu verbessern, da ich manchmal auch Telefongespräche führen durfte. Es war eine gute Erfahrung, mit Muttersprachlern auch am Telefon zu sprechen. Am Wochenende besuchten wir verschiedene kulturelle Orte wie den Tower of London oder Tintagel, wo man die Überreste des Schlosses von King Arthur betrachten kann. Es war sehr beeindruckend, da es an der Nordküste Cornwalls liegt und sich einem ein fantastischer Blick über das Meer bietet. Am Ende unseres Aufenthaltes in Plymouth gingen wir gemeinsam in ein italienisches Restaurant, um über unsere Erfahrungen zu sprechen, die wir in den vier Wochen in Großbritannien gemacht haben. Schließlich flogen wir am 29. Mai zurück nach München.
Zusammenfassend war der Aufenthalt sehr wichtig für unser Englisch und unsere Selbstsicherheit. Indem wir nach dem Weg fragten oder Zusammenhänge in eigenen Worten erklärten, konnten wir unsere Englischkenntnisse verbessern und neue Leute kennenlernen.
Des Weiteren konnten wir uns in dieser Zeit einen eigenen Eindruck über das Land und die Kultur verschaffen.