Drucken

Fortbildungs- und Informationsreise nach China

Rubrik: Erfahrungsberichte
28.05.10

Bericht von Technischen Zeichnern über den Aufenthalt in China

Fortbildungs- und Informationsreise nach China

Am 06.05.2010 begann für 27 Schülerinnen und Schüler der Berufsschule Pfarrkirchen (5 davon von der Firma Linder) eine beeindruckende zweiwöchige Reise in den gelben Kontinent. So landete die Delegation nach einem 16-stündigem Flug und einer 4-stündigen Zwischenlandung in Dubai erschöpft aber voller Vorfreude in Shanghai. Nach einer kurzen Nacht im Hotel „Green Tree Inn“ waren wir gleich am ersten Tag Ehrengäste bei der „25-Jahr-Feier des chinesisch-deutschen Kooperationsprojekts“, bei welcher unter anderem Willi Lange (Leiter des Referates Nordostasien der Hans-Seidel-Stiftung) und German Denneborg (Leiter für berufliche Bildung am Bayerischen Kultusministerium) vertreten waren. Bei unserem eng gestrickten Zeitplan war das nächste Ziel das Stadtplanungsmuseum Shanghai, wonach wir uns in Gruppen teilten, welche entweder in den Fake Market oder zum Stoffmarkt fuhren, auf dem sich so mancher einen maßgefertigten Anzug schneidern lies.

Zu Beginn der ersten Woche zogen wir in das „Kunminghu Hotel“, welches in der Nähe der chinesischen Partnerschule (BBZ Shanghai) war, an welcher verschiedene elektrotechnische Projektarbeiten aus den Bereichen Simulations- und Messtechnik in Zusammenarbeit mit den chinesischen Schülern stattfanden. Beispielsweise brachten wir eine Taschenlampe zum leuchten, indem wir die einzelnen elektronischen Komponenten richtig zusammenlöteten. Auftretende Verständigungsschwierigkeiten wurden entweder von unseren Dolmetscher, „broken-english“ oder durch entsprechende Mimik und Gestik beseitigt. Anfangs dieser Projektwoche empfing uns die Regierung des Fengxian Distriktes, in dem das BBZ seinen Standort hat, wo uns ein Mitglied der Regierung Rede und Antwort über die allgemeine Kultur Shanghais und Chinas stand.
Bei einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung am BBZ vor circa 500 Zuschauern führten unsere Austauschschüler für uns so manch traditionelle Vorführungen wie zum Beispiel Karate oder chinesische Tänze auf. Wir hingegen präsentierten unsere Tradition mit einem zünftigen Schuhplattler und einer Demonstration im „Goaßlschnoizn“, welche mit großer Begeisterung angenommen wurde.

Das Wochenende verbrachten wir im erstklassigen „Culture Plaza“  Hotel 200 km südlich von Shanghai gelegenen, wo wir eine Tropfsteinhöhle, das Seidenmuseum und eine Pagode besichtigten. Ebenso unternahmen wir eine Bootsfahrt über den Westsee und besuchten eine Teeplantage, bei welcher wir verschiedene Teesorten probierten und kauften.

Wir hatten das große Los gezogen und gleichzeitig mit der Expo Aufenthalt in Shanghai, welche wir zu Beginn der zweiten Woche besuchten. Durch den VIP-Eingang wurden wir in den deutschen Pavillon „Balancity“ geschleust, was uns durch einen Lehrer und dessen gute Kontakte ermöglicht wurde. Das Hilight war die frei im Raum bewegliche und mit verschiedenfarbigen Lichteffekten ausgestattete Kugel, als Kernstück des deutschen Pavillon.
Bevor wir den Pavillon des Gastgeberlandes besuchten, hatten wir die Möglichkeit, uns selbstständig auf dem Expo-Gelände umzusehen und einige weitere Länder „zu besuchen“. Im chinesischen Pavillon machten wir uns dann einen Überblick über die Kultur und Traditionen sowie die vielen verschiedenen Provinzen Chinas.

In der uns noch verbleibenden Zeit, die wir wieder im ***-Sterne-Hotel „Green Tree Inn“ verbrachten, sahen wir alles, was Shanghai noch zu bieten hat. Wir fuhren 431 km/h mit dem Transrapid, besuchten die drei höchsten Wolkenkratzer Chinas (Jin Mao Tower, Oriental Pearl Tower und Shanghai World Financial Center mit der derzeit höchsten Aussichtsplattform der Welt in 474 m Höhe), besichtigten das Yangtse-Delta, das Aquarium „Seaworld“ sowie den Yu-Garten in der Altstadt und staunten bei einem atemberaubenden Akrobatiktheater. Abgerundet wurden unsere Eindrücke bei einer Bootsfahrt auf dem Huangpu vorbei an der Skyline des Stadtbezirkes Pudong.

Nicht zu vergessen ist der Besuch der Lindner Produktionsstätte in Taicang, wo wir mit offenen Armen von Herrn Dette freundlich empfangen wurden und uns fast wie zu Hause fühlten. Außerdem besichtigten wir die Niederlassung der Firma Schäffler. Während unseres Besuches der Deutschen Außenhandelskammer erhielten wir zusätzlich beeindruckende Informationen zur Wirtschaftsentwicklung und zum Engagement deutscher Firmen in China.

Wir erlebten die Mega-City Shanghai mit Ihren 22 Mio. Einwohnern und konnten viele unvergessliche Eindrücke vom Reich der Mitte mit seiner völlig anderen Kultur (Verhaltensregeln, Traditionen, Schrift, Sprache, Geschichte, Politik,…) mit nach Hause nehmen.

» Artikel als PDF