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Praktikum in Dubai, VAE

Rubrik: Erfahrungsberichte
20.09.11

Bericht zum Praktikum in Dubai, VAE

 

von Simon Seiler

Die Idee mich bei Lindner für einen Praxissemesterplatz zu bewerben, entstand in Hamburg im Sommer vergangen Jahres, als ich ein freiwilliges Praktikum dort absolvierte und äußerst positive Erfahrungen mit diesem Unternehmen sammelte sowie einen guten Einblick in das Tagesgeschäft eines Projektleiters erhielt. Das Unternehmen eröffnete mir mehrere Möglichkeiten für Auslandspraktika, da es mein Wunsch war, mein Pflichtpraktikum außerhalb Deutschlands zu absolvieren. In den Gesprächen kristallisierte sich die Option heraus, in der Niederlassung in den Vereinigten Arabischen Emiraten arbeiten zu können.

Bevor die Reise in die Golfregion startete, wurde ich in einem zweiwöchigen Trainingsprogramm in Arnstorf im Produktmanagement Boden geschult und gezielt auf meine Aufgabe in Dubai vorbereitet. Ebenfalls erhielt ich einen Einblick in die Qualitätskontrolle sowie in aktuelle Lindner Großprojekte in Deutschland.

Nachdem das Arbeitsvisum ausgestellt war, der Flug gebucht und die letzten Vorbereitungen getroffen waren konnte es endlich losgehen. Bei meiner Ankunft im LindnerDepa Büro wurde ich äußerst freundlich empfangen und innerhalb kürzester Zeit ins Team integriert. In den ersten zwei Wochen machte der zuständige Projektleiter John Basil mich mit meinen künftigen Aufgaben und den Doppelbodenprojekten in Dubai und Abu Dhabi vertraut. Zu der Zeit meiner Ankunft wurde allerdings nur im PPM Conrad, ein Hotel und Bürohochhaus in Dubai, gearbeitet. Meine Aufgabe bestand zunächst darin, den Projektleiter im Tagesgeschäft zu unterstützen und ihm nach und nach Arbeit abzunehmen, um zu dem Ziel zu gelangen, eigenständig zu arbeiten. Baustellenkoordination, Subunternehmer kontrollieren und Arbeiten der Vorarbeiter einteilen sowie eventuelle Behinderungsanzeigen, notwendige Arbeitsaufforderungen und mündliche Absprachen in Schriftform zu verfassen sind nur ein Teil der Tätigkeiten, die in meinen Aufgabenbereich fielen. Einen wöchentlichen Baufortschrittsbericht zu verfassen, in Baubesprechungen auf mögliche Probleme hinzuweisen und die eigenen Arbeiten, mit denen anderer Gewerke zu koordinieren sind weitere wichtige Punkte, die das Arbeiten interessanter gestalteten.

Der Arbeitsmoral und Mentalität der auf Baustellen überwiegend arbeitenden Nationen, wie Indien, Pakistan und Bangladesch ist es geschuldet, dass der Baufortschritt nicht immer so verläuft wie  geplant und gewünscht. Den es fehlt oftmals an Eigeninitiative bei der gerade zu verrichtenden Arbeit und so werden oftmals mögliche Probleme spät bis gar nicht erkannt. Ein weiterer Punkt warum das Arbeitstempo langsamer ist, sind natürlich die hohen Temperaturen von 45°C und mehr. Ebenfalls die Luftfeuchtigkeit, die morgens auch schon bei 90% liegen kann trägt ihren Teil dazu bei. Auf der Baustelle in nicht klimatisierten Räumen erreichen die Arbeitsbedingungen dadurch recht schnell widrige Zustände.

Im Gegensatz hierzu hat man im Büro wohlklimatisierte Räume und ebenfalls ein multikulturelles Aufeinandertreffen, bei welchem  sich die deutsche Formalität mit der philippinischen Fröhlichkeit und der indischen Gelassenheit vereint. Hier sammelt man sehr hilfreiche Erfahrungen, wie mit anderen Kulturen umzugehen ist und lernt die Eigenheiten anderer Kulturkreise kennen.
Nebenher durfte ich auch weitere Teilbereiche des Unternehmens kennen lernen, wie die Vertriebsabteilung in der ich Aufmaße erstellt, kleinere Kalkulationen angefertigt und verschiedene Dokumente zur Übergabe an Kunden vorbereitet habe.

Ein anderes Projekt, in welches ich von Beginn an involviert war, ist das Doppelbodenprojekt Habshan 5 in Abu Dhabi. Von der Angebotsphase angefangen, erstreckten sich die Aufgaben über die Auswahl des Subunternehmers, die Baustelleneinrichtung und die Materialfreigabe vorzubereiten sowie die natürlich auch die Materialbestellung ausarbeiten und auslösen. Kontakt zum Kunden und Generalunternehmern aufnehmen, Logistikpläne ausarbeiten, Nachträge mit dem Projektleiter verfassen und vieles weitere, wie Baustellenaufmaß, Koordination mit anderen Gewerken und sonstiges was im Tagesgeschäft ansteht umfasste meinen Tätigkeitsbereich.
Kurzum macht man lehrreiche Erfahrungen in jeder Hinsicht. Das LindnerDepa Team als solches habe ich sehr familiär und auskunftsbereit kennen und  schätzen gelernt. Im Gesamten gesehen waren meine Aufgaben sehr   herausfordernd und eigenständiges Arbeiten war ein Muss.

Zu guter Letzt wünsche ich dem gesamten LindnerDepa Team weiterhin alles Gute, erfolgreiche Projekte und viel Motivation in der Zukunft!