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Praxissemesterbericht Philharmonie de Paris / Radio France
Bericht von von Karl-Heinz Pledl
von Karl-Heinz Pledl
1 Praxissemester
Durch eine Exkursion im Rahmen des Studiums, habe ich zum ersten Mal von der Firma Lindner erfahren. Dass ich bei dieser Firma mein Praxissemester machen würde, wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Da im Vorfeld meinerseits bereits der Entschluss feststand, mein Praxissemester im Ausland zu machen, wurde ich auf die Abteilung IPC der Lindner AG aufmerksam. So kam es, dass ich mein Praxissemster bei jener Abteilung in Paris, Frankreich absolvierte. Dort werden aktuell zwei große Projekte abgewickelt. Zum einen die Philharmonie de Paris, die sich vor allem durch ihre individuelle und innovative Architektur auszeichnet.
Entworfen von dem französischen Stararchitekten Jean Nouvel wird sich die „Philharmonie de Paris“ – die sich im „Parc de la Vilette“ befindet – insgesamt über 20.000m² erstrecken und einen Konzertsaal mit 2.400 Sitzplätzen beherbergen. Zudem wird das ca. 200 Mio. Euro teure Projekt unter anderem über Foyers, Übungs- und Verwaltungsräume, Ausstellungsflächen, sowie ein Restaurant und ein Parkhaus verfügen.
Die Lindner-Group wurde dabei mit den Innenausbauarbeiten für das gesamte Gebäude beauftragt mit denen voraussichtlich im Sommer 2012 begonnen werden kann. Dazu zählen z.B. Wand- und Deckenflächen des Konzertsaals, die sogenannte Hülle. Des Weiteren ist Lindner für alle Holzoberflächen, Wände, Parkett- und Textilbodenbeläge, sowie für Malerarbeiten zuständig. Der spannendste Teil der Arbeiten wird aber wohl die Verkleidung der Tribünen umfassen. Das Auftragsvolumen des Bauvorhabens, dessen Fertigstellung für März 2014 geplant ist, beträgt zusammen mit dem Tochterunternehmen Lindner France ca. 26,8 Mio. €.
Das zweite Projekt, mit dem sich Lindner IPC derzeit in Paris beschäftigt, ist das legendäre „House of Radio“ von Henri Bernard und wird von dem Architekturbüro „Architecture Studio“ neu strukturiert.
Das Vorhaben nutzt die Planung des ursprünglichen Gebäudes, um eine neue Gebäudestrukturierung mit schnelleren Verbindungen bieten und somit das Zentrum effizienter mit den umliegenden Gebäudeteilen verbinden zu können. Um lange Flure im Inneren des Gebäudes zu vermeiden, werden die strahlenförmigen Glasfassaden durch ein zentrales Atrium ersetzt. Schließlich wird ein neues Auditorium mit 1.500 Sitzplätzen geschaffen, das die Halle unter anderem mit einem Museum, einem Restaurant und diversen Geschäften ergänzt.
Das Auftragsvolumen der Lindner Gruppe beträgt – wiederum mit Lindner France – ca. 4,2 Mio. € und umfasst dabei den Tribünenbau, akustische Verkleidungen, Metallarbeiten, sowie das Verlegen von Parkett. Die Fertigstellung ist – ebenso wie für die Philharmonie de Paris – für Anfang 2014 geplant.
2 Fazit
Das Praxissemester bei der Firma Lindner in Paris, Frankreich ist als vollumfänglich positiv zu bewerten. Es wurden mir Einblicke in Projekte ermöglicht, die von Einzigartigkeit kaum zu übertreffen sind. Ich konnte meine Fähigkeiten nicht nur im technischen, sondern auch im kulturellen und sprachlichen Bereich stark erweitern. Am Anfang war es natürlich schwer, sich in einer fremden Umgebung mit fremden Personen zurechtzufinden. Hierbei wurde ich aber durch die Mitarbeiter der Firma Lindner IPC, sowie auch Anderen sehr gut unterstützt. Durch Grundkenntnisse in der französischen Sprache, war auch die Einführungszeit in das Projekt verhältnismäßig gering, da technische Begriffe sehr leicht durch häufiges Wiederholen erlernbar waren. Überraschend war auch die große Akzeptanz der Praktikanten als vollwertige Mitarbeiter durch die Kollegen. Das manifestierte sich in den gestellten Aufgaben über das gesamte Praxissemester hindurch, wo z.B. auch persönliche Kritik und Meinung bezüglich des Projektes gefragt war.
Interessant war die Verwirklichung von einzigartigen Projekten in einem anderen Land, sowie unter Berücksichtigung einer anderen Kultur und Lebensweise. Die von den Vorgesetzten geforderten Aufgaben waren anspruchsvoll, aber durchaus zu bewältigen, da es an Unterstützung niemals fehlte.
Der Abwechslungsreichtum der Arbeit, die Nähe zu wirtschaftlichem Geschehen und die Möglichkeit des Mitgestaltens, der interkulturelle Aspekt besonders in der Zusammenarbeit und im Kontakt mit anderen ausführenden Firmen waren durchaus interessant. Dank der starken Einbindung, die einen intensiven Einblick in die Tätigkeiten der Firma Lindner IPC ermöglicht hat, konnte ich feststellen, dass die Arbeit in diesem Umfeld sehr viel Spaß bereitet und ich mir eine solche Tätigkeit nach Abschluss meines Studiums durchaus vorstellen könnte.
Mein besonderer Dank gilt vor allem meinen engsten Vorgesetzten Tobias Koller und Sebastian Lindinger, die meine Fragen stets mit offenen Ohren empfangen und mich in jeder Art und Weise aufs Beste unterstützt haben. Ferner möchte ich allen danken, mit denen ich in meiner Zeit bei Lindner IPC in Kontakt getreten bin und die mich, wie meine zwei Kollegen, sehr positiv empfangen und unterstützt haben.
Abschließend wünsche ich allen Mitarbeitern viel Erfolg und einen guten Abschluss der beiden Projekte.