Zertifizierungssysteme

DGNB

Das Bewertungssystem der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen betrachtet den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes von der Rohstoffgewinnung der Bauprodukte über die Nutzungsphase bis hin zur Recyclingfähigkeit von Materialien nach dem Abbruch des Gebäudes.

Um auf die speziellen Anforderungen verschiedener Gebäudetypen einzugehen, entwickelte die DGNB unterschiedliche Systemvarianten. 36 Kriterien (Steckbriefe) beschreiben und bewerten die jeweiligen Themenfelder. Das Gesamtergebnis errechnet sich aus den gewichteten Kriterien und führt schließlich zu einer Zertifizierung in Bronze (nur für Bestandsgebäude), Silber, Gold oder Platin.

BNB

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) entwickelt mit BNB derzeit ein zweites deutsches System speziell für Staatsbauten. Die Kriteriensteckbriefe, und damit die zugrunde liegenden technischen Regeln und Normen, die derzeit für das BNB entwickelt werden, sind im Gegensatz zu denen der DGNB öffentlich zugänglich.

LEED

Das weltweit bekannteste System Leadership in Energy and Environmental Design stammt aus den USA und ist bereits seit 1998 auf dem Markt.

Jeder Bewerber muss alle acht Grundanforderungen (Prerequisites) der fünf Hauptkategorien erfüllen. Durch das Einhalten weiterer, frei wählbarer Kriterien (Credits) sammelt er Zusatzpunkte. Diese Credits sind ausschlaggebend dafür, ob das Bauvorhaben die Stufe Certified, Silver, Gold oder Platinum erreicht. Insgesamt können 110 Punkte erreicht werden.

BREEAM

BREEAM steht für Building Research Establishment Environmental Assessment Method und ist das älteste und am weitesten verbreitete Zertifizierungssystem für nachhaltiges Bauen. Es wurde 1990 in Großbritannien entwickelt. BREEAM vergibt nach einem einfachen Punktesystem in acht Beurteilungskategorien ein Gütesiegel in vier Abstufungen. Die Kriterien berücksichtigen Auswirkungen auf globaler, regionaler, lokaler und innenräumliche Ebene.

BREEAM beurteilte ursprünglich lediglich die Phasen von der Planung über die Ausführung bis hin zur Nutzung. 2008 erfolgte eine umfassende Novellierung, bei der die Gewichtung der Umweltauswirkungen angepasst sowie zwingend erforderliche Punkte eingeführt wurden. Seitdem berücksichtigt BREEAM auch den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes.

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