Gebäude werden über viele Jahrzehnte genutzt, während sich Anforderungen an Flächen, Technik und Gestaltung häufig verändern. Bei Umbau, Sanierung oder Rückbau entstehen dadurch große Mengen an Bau- und Abbruchmaterialien. Genau hier setzt Lindner an: Als Anbieter langlebiger, modularer und demontierbarer Systemprodukte für den Innenausbau schafft Lindner die Voraussetzungen, Materialien möglichst lange im Kreislauf zu halten. Produkte und Werkstoffe sollen repariert, wiederverwendet oder aufbereitet werden, bevor eine stoffliche Verwertung erfolgt.
Für Bauherren, Planer und Nutzer bedeutet das: Ressourcen können gezielter eingesetzt, Abfallmengen bei Umbau und Sanierung reduziert und bestehende Werte im Gebäude erhalten werden. Modulare und demontierbare Systemprodukte lassen sich an veränderte Raumkonzepte anpassen, fachgerecht zurückbauen und je nach Zustand und Einsatzbereich erneut verwenden oder aufbereiten.
Mit den zirkulären Geschäftsmodellen LinLoop unterstützt Lindner diese Entwicklung mit konkreten Lösungen für den Innenausbau: von flexiblen Miet- und Rückgabemodellen bis zur Prüfung, Demontage und Wiederaufbereitung gebrauchter Systemprodukte.
Alles aus einer Hand
Weil Lindner den kompletten Innenausbau und die Gebäudehülle von der Entwicklung, der Produktion, über den Einbau, der Wartung bis hin zum Rückbau, der Aufbereitung und dem Wiedereinbau alles in einem Unternehmen vereint.
Eigene Fertigung, eigene Verantwortung
Durch die Kontrolle über den gesamten Produktionsprozess kann Lindner Materialqualität, Demontierbarkeit und Wiederaufbereitung bereits im Produktdesign berücksichtigen.
Erprobte Rücknahmeprozesse
Seit 2021 nimmt Lindner Systemprodukte zurück und hat bereits über 100.000 m² Doppelböden wiederaufbereitet. (Stand August 2026)
Digitale Transparenz
Wir begleiten Bauprojekte mit modernsten digitalen Werkzeugen wie BIM (Building Information Modleling), 3D-Laserscanning und einer innovativen Abwicklungssoftware für eine lückenlose digitale Dokumentation.
Diese Daten bilden die verlässliche Grundlage zur Bereitstellung für globale Online-Kataster für Materialien und Produkte (z. B. Madaster), sowie die Erstellung von digitalen Produktpässen, CO2-Footprint-Berechnungen und ESG-Nachweisen.
Die gesetzlichen Anforderungen an Ressourcenschutz, Abfallvermeidung und die Kreislaufführung von Bauprodukten nehmen in Deutschland und Europa kontinuierlich zu. Kreislaufwirtschaft wird damit zu einem wichtigen Bestandteil einer zukunftsfähigen Bauplanung.
Auf europäischer Ebene setzt die EU-Abfallrahmenrichtlinie die grundlegende Abfallhierarchie: Abfälle sollen vorrangig vermieden, anschließend zur Wiederverwendung vorbereitet, recycelt oder – erst nachrangig – anderweitig verwertet bzw. beseitigt werden. Der europäische Green Deal und der Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft stärken diesen Ansatz insbesondere für ressourcenintensive Bereiche wie das Bauwesen.
Auch die überarbeitete EU-Bauproduktenverordnung rückt die Umweltwirkung von Bauprodukten stärker in den Fokus. Künftig gewinnen Informationen über Umweltwirkungen, Produktlebensdauer, Reparierbarkeit, Wiederverwendbarkeit und Recyclingfähigkeit weiter an Bedeutung. Ergänzend fordert die novellierte EU-Gebäuderichtlinie die Mitgliedstaaten dazu auf, die Lebenszyklusbetrachtung von Gebäuden und die Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen voranzutreiben.
In Deutschland bildet das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG), allerdings fokussiert auf Abfall, den bisherigen rechtlichen Rahmen. Es verankert die Abfallhierarchie und verpflichtet dazu, Abfälle vorrangig zu vermeiden sowie Vorbereitung zur Wiederverwendung und Recycling zu fördern. Für Bau- und Abbruchabfälle konkretisiert die Gewerbeabfallverordnung Anforderungen an die getrennte Erfassung und Verwertung bestimmter Materialströme. Darüber hinaus unterstützt die Ersatzbaustoffverordnung den Einsatz mineralischer Ersatzbaustoffe unter klar definierten Qualitäts- und Umweltanforderungen.
Ergänzend zu den gesetzlichen Vorgaben strukturieren die R-Strategien des DIN e. V. zunehmend die operative Umsetzung von Kreislaufwirtschaft in der Baupraxis. Die zehn Stufen – von ReFuse, ReThink und ReDuce über ReUse und ReFurbish bis hin zu ReCycle – dienen als Leitlinie für ressourcenschonende Prozesse und Geschäftsmodelle. Der DIN e. V. arbeitet aktuell daran (Stand Sommer 2026), aus diesen Strategien einen verbindlicheren Standard für die zirkuläre Wirtschaft zu entwickeln, der die systematische Anwendung in der Baubranche weiter unterstützen soll.
Für die Praxis bedeutet das: Bereits in der Entwicklungs- und Planungsphase sollten Demontierbarkeit, Materialtrennung, Rücknahmemöglichkeiten und eine nachvollziehbare Dokumentation von Produkten berücksichtigt werden. Digitale Materialpässe, Umweltproduktdeklarationen (EPDs) und BIM-basierte Bestandsdokumentationen können dabei helfen, Materialkreisläufe über den gesamten Gebäudelebenszyklus transparent zu planen – ein Bereich, in dem Lindner mit eigenen digitalen Lösungen und Netzwerken wie Madaster und Concular bereits heute ansetzt.
Ob Produkte über flexible Geschäftsmodelle länger im Einsatz bleiben oder nach dem Rückbau in einen neuen Nutzungszyklus überführt werden: Mit LinLoop bieten wir Lösungen für verschiedene Phasen des Produktlebenszyklus.
Zirkuläre Geschäftsmodelle
Mit LinLoop ermöglichen wir Miet- und Rückgabeoptionen für reversible Ausbauprodukte. So können Doppelböden, Deckensysteme und Trennwände flexibel genutzt und nach Ende der vereinbarten Nutzungsdauer wieder in den Kreislauf überführt werden.
Produktrücknahme und Aufbereitung
Gebrauchte, geeignete Systemprodukte nehmen wir zurück, prüfen ihren Zustand und bereiten sie für einen weiteren Einsatz auf. Dies schafft eine Alternative zur Entsorgung und kann Materialeinsatz sowie projektbezogene Emissionen reduzieren.