Mit dem neuen globalen Philips Headquarter an der Prinses Irenestraat 59 wurde ein Bürogebäude aus den 1970er-Jahren im Amsterdamer Stadtteil Zuidas grundlegend weiterentwickelt. Durch die umfassende Sanierung von Innen- und Außenbereichen entstand ein offenes Bürogebäude, das zeitgemäße Arbeitsformen, Nutzerkomfort und energetische Anforderungen miteinander verbindet. Die Transformation des Bestands verfolgte das Ziel, bestehende Strukturen verantwortungsvoll zu nutzen und architektonisch neu zu interpretieren.
Die bewusste Entscheidung für die Revitalisierung statt eines Neubaus prägte das Projekt. Der Erhalt des tragenden Betonfundaments trug zur CO₂ Reduktion gegenüber einem Neubau bei und orientiert sich so an langfristigen Klimazielen des Unternehmens.
Nach rund 18 Monaten Bauzeit entspricht der fünfstöckige Bau heutigen Komfort- und Qualitätsanforderungen und unterstützt Austausch, kurze Wege und visuelle Offenheit.
Die Arbeitswelten sind als flexible, zonierte Bürolandschaft angelegt. Offene Kommunikationsbereiche, Meetingzonen und Rückzugsräume ergänzen sich zu einem ausgewogenen Nutzungskonzept. Großzügige Verglasungen, klare Wegeführungen und eine zentrale Treppe fördern Orientierung, Transparenz und interne Vernetzung. Tageslicht, natürliche Materialien und eine ruhige Gestaltung schaffen eine angenehme, funktionale Arbeitsatmosphäre.
Ressourcenschonung über den gesamten Gebäudelebenszyklus
Nachhaltigkeit ist als übergreifender Planungsansatz im gesamten Projekt verankert. Der Einsatz ausgewählter Materialien mit hohem Recyclinganteil, energieeffizienter Gebäudetechnik sowie modularer, anpassungsfähiger Innenausbaulösungen unterstützt eine ressourcenschonende Nutzung über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Ergänzt wird das Konzept durch Maßnahmen zur Förderung der Aufenthaltsqualität im Außenraum. Die angestrebten Zertifizierungen BREEAM Excellent und WiredScore machen die ökologische Qualität wie auch den Anspruch an eine digitale Infrastruktur transparent und nachvollziehbar.
Bodenlösungen als technische Grundlage flexibler Nutzung
Im Zuge der Sanierung übernahm die Lindner Group die Lieferung von Doppelbodensystemen für rund 14.000 m² Nutzfläche. In enger Zusammenarbeit mit dem langjährigen Partner WURKS wurden maßgeschneiderte Systemlösungen installiert, die den hohen Anforderungen an Flexibilität, Nachhaltigkeit und technische Integration gerecht wurden.
Verbaut wurden die Doppelbodensysteme NORTEC (Cradle to Cradle Certified® Silber) und LIGNA, darunter das besonders flache System NORTEC LP 20 ST mit niedrigen Stützen. Bei einer vorgesehenen Aufbauhöhe von lediglich 80 Millimetern bot der Doppelboden dennoch ausreichend Raum für die Integration der technischen Gebäudeausstattung. Insgesamt wurden rund 5.000 m² NORTEC Systeme eingesetzt. Die Konstruktion ermöglicht eine flexible Leitungsführung, einfache Anpassungen bei Nutzungsänderungen und trägt wesentlich zur langfristigen Funktionalität der Arbeitsflächen bei.
Lieferkompetenz im integrierten Projektkontext
Die Leistungen der Lindner Group beschränkten sich in diesem Projekt bewusst auf das reine Liefergeschäft. Planung, Einbau und Koordination vor Ort lagen vollständig in der Verantwortung des Partners WURKS. Dennoch waren die gelieferten Systeme integraler Bestandteil des Gesamtkonzepts und auf die architektonischen, technischen und nachhaltigen Zielsetzungen des Projekts abgestimmt. Die Doppelbodensysteme bilden die Grundlage für wandelbare Arbeitswelten und unterstützen die klare Architektursprache des Gebäudes.