Die Lindner ECO_N® ist die erste Hybridfassade unter unseren Elementfassaden. Als statisch wirksame Komponente leistet das Holzmodul – abhängig von der jeweiligen Ausführungsart – einen Beitrag zur Reduktion der CO₂-Emissionen um 20 bis 25 % im Vergleich zu einer konventionellen Aluminium-Elementfassade ohne Holzmodul.
Für die Herstellung der Lindner ECO_N® wurden je nach Aluminiumvariante CO₂e-Werte von 131,60 kg CO₂e/m² mit Hydro REDUXA®-Aluminium ermittelt. Eine Standard-Aluminiumfassade liegt im Vergleich bei 175,96 kg CO₂e/m². Die Werte der ECO_N kommen aus der Lebenszyklusanalyse gemäß DIN EN 14067 und ISO 14025 (von Dez. 2024).
Neben der Materialeinsparung ist das System auf Rückbau und Materialtrennung ausgelegt: Die eingesetzten Materialien werden sortenrein verwendet und mechanisch verbunden. Am Ende der Nutzungsdauer können sie getrennt und einer geeigneten Wiederverwendung oder Verwertung zugeführt werden.
Die Lindner ECO_N® ist in den Varianten ECO_N 80 und ECO_N 100 erhältlich. Durch die einheitliche Außenansicht von 80 mm lässt sie sich mit dem Lindner ECO® Aluminiumsystem kombinieren und ermöglicht so ein durchgängiges Fassadenbild auch bei unterschiedlichen funktionalen Anforderungen innerhalb eines Gebäudes.
Ausgezeichnet mit dem "Best of Products 2024"-Award des Architect's Newspaper Magazine in der Kategorie "Structural Systems".
Vorteile auf einen Blick
Das Holzmodul übernimmt innerhalb der Lindner ECO_N® eine tragende Funktion und ist integraler Bestandteil der Fassadenkonstruktion. Die Konstruktion nutzt die spezifischen Eigenschaften von Holz und Aluminium gezielt: Während wasserführende und feuchtebeanspruchte Bereiche vollständig in der Aluminiumebene liegen, befindet sich das Holz geschützt im Trockenbereich. Dieser konstruktive Holzschutz fördert die Dauerhaftigkeit des Systems.
Zum Einsatz kommt Aluminium der Legierung FNAW-6060 T66. Für die Gestaltung stehen verschiedene PEFC-zertifizierte Holzarten zur Verfügung, darunter Fichte, Tanne, Lärche, Douglasie und Eiche. Je nach gewünschter Gestaltung können unterschiedliche Oberflächen wie lasierte, geölte oder lackierte Ausführungen sowie verschiedene Farben gewählt werden.
Die beiden Systemvarianten bieten unterschiedliche Innenansichten: Bei ECO_N 80 beträgt die Ansichtsbreite innen 80 mm in Holz-/Alu-Optik, bei ECO_N 100 100 mm in Vollholz-Optik.
Die Fassadenkonstruktion ist auf eine einfache Demontage ausgelegt. Mechanische Verbindungen ermöglichen es, einzelne Komponenten am Ende der Nutzungsdauer voneinander zu trennen und den jeweiligen Materialströmen zuzuführen. Dadurch werden Voraussetzungen für Wiederverwendung, Recycling oder sonstige Verwertungswege geschaffen. Welche Form der Verwertung tatsächlich möglich ist, hängt von den jeweiligen Projektbedingungen sowie den verfügbaren Recyclingprozessen ab.
Die einzelnen Komponenten sind austauschbar und können bei Bedarf ersetzt werden. Dies unterstützt einen langfristigen Werterhalt der Fassadenkonstruktion.
Für Gebäudezertifizierungen wie DGNB, LEED oder BREEAM können projektspezifisch die erforderlichen Produkt- und Umweltdaten bereitgestellt werden. Die Anrechenbarkeit richtet sich nach dem jeweiligen Zertifizierungssystem und der konkreten Gebäudeausführung.
Die Lindner ECO_N® basiert auf der bewährten Systemtechnik der Lindner ECO® Aluminiumfassade. Klare Dichtungs- und Funktionsebenen sowie ein kaskadenförmiges Entwässerungssystem unterstützen die dauerhaft sichere Funktion der Vorhangfassade.
Das Holzmodul liegt dabei geschützt hinter der Feuchtigkeitszone. Die patentierte PA-Pressleiste verbessert zusätzlich die wärmetechnischen Eigenschaften des Systems.
Die Leistungsfähigkeit der Konstruktion ist auf unterschiedliche statische Anforderungen ausgelegt. Für die Variante ECO_N 100 sind beispielsweise bei einer Elementgröße von 1,35 × 3,5 m Windbelastungen bis 1,7 kN möglich. Die konkreten Leistungswerte werden abhängig vom jeweiligen Fassadenaufbau und den projektspezifischen Anforderungen nachgewiesen.
Die Lindner ECO_N® erfüllt die Anforderungen an die Absturzsicherheit nach DIN EN 18008-4, Kategorie A und wurde nach DIN EN 13830: A4 | RE750 geprüft. Für das System liegt zudem das allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis Nr. P-0300222-PFB vor.
Im Bereich des Deckenanschlusses kommen ausschließlich nichtbrennbare Materialien zum Einsatz. Eine Brand- und Rauchabschottung zwischen den Geschossen unterstützt den vorbeugenden Brandschutz. Der Kraftanschluss der Fassadenelemente an die Gebäudehülle erfolgt ohne unmittelbare Brandlast.
Die Vorfertigung der Fassadenelemente ermöglicht eine planbare Produktion und Montage. Durch die Fertigung und Montage mit eigenen Monteuren können Abläufe gezielt koordiniert und eine terminsichere Umsetzung unterstützt werden.
Die Kombination aus Holz und Aluminium eröffnet vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten. Im Innenraum sorgt die sichtbare Holzoberfläche für eine natürliche und hochwertige Atmosphäre. Wahlweise ist die Fassade mit einer 80 mm breiten Holz-Aluminium-Ansicht oder einer 100 mm breiten Vollholz-Ansicht erhältlich.
Außenseitig bleibt die Ansichtsbreite durchgängig bei 80 mm – bestehend aus zwei 32,5 mm breiten Deckleisten und einer 15 mm breiten Fuge. Dadurch lässt sich die Hybridfassade nahtlos mit dem Lindner ECO® Aluminiumsystem kombinieren.
Unterschiedliche funktionale Anforderungen – beispielsweise in Aufenthalts- und Feuchträumen – können so innerhalb eines Projekts mit einem einheitlichen Fassadenbild umgesetzt werden. Verschiedene Fugenbilder, Holzarten, Oberflächen und Farben bieten zusätzlichen Gestaltungsspielraum. Auch LED-Leisten können direkt, zweifach oder indirekt in die Fassadenkonstruktion integriert werden.
So verbindet die Lindner ECO_N® die natürliche Wirkung von Holz mit der technischen Leistungsfähigkeit einer Elementfassade und schafft eine durchgängige Lösung für unterschiedliche Anforderungen an Gestaltung, Funktion und Nutzung.