Mit der Erweiterung des Lise-Meitner-Gymnasiums entstand ein zukunftsorientierter Neubau, der auf veränderte pädagogische, organisatorische und demografische Rahmenbedingungen reagiert. Trotz vorheriger Sanierungen der Bestandsgebäude sowie der Sport- und Turnhallen zeigte sich ein deutlicher Flächenmangel, insbesondere durch die Rückkehr zum neunstufigen Gymnasium. Gleichzeitig bestand ein erheblicher Bedarf an modernen Fachräumen, vor allem für den Bereich Informatik.
Der Neubau erweitert das Schulgelände im Süden und fügt sich als eigenständiger Baukörper in das bestehende Ensemble ein. Das Hauptgebäude blieb erhalten; zurückgebaut wurde nur der sogenannte Appendix. Gleichzeitig wurde der Eingangsbereich der Sporthalle neu organisiert. Der neue Gebäudeteil bildet einen klaren räumlichen Abschluss des Schulkomplexes und definiert den Anfangs- und Endpunkt innerhalb der Gesamtanlage. Fünf miteinander verbundene Lernhäuser werden dabei über einen zentralen „Boulevard“ erschlossen. Zwischen den Baukörpern liegen Schulhöfe sowie thematische Gärten, die als Aufenthalts- und Bewegungsflächen genutzt werden und den Außenraum in das pädagogische Konzept integrieren.
Der innere Aufbau des Neubaus folgt dem Konzept der Clusterschule. Im Gegensatz zur traditionellen Flurschule werden die Jahrgangsstufen in klar definierten Clustern organisiert. Diese Cluster funktionieren als eigenständige Lerneinheiten innerhalb der Gesamtstruktur und ermöglichen kurze Wege sowie eine eindeutige Orientierung im Gebäude. Die offenen Lernlandschaften verbinden Unterrichtsräume mit Differenzierungszonen, Aufenthalts- und Rückzugsbereichen zu eigenen Raumgruppen.
Insgesamt umfasst der Neubau 18 Klassenräume, drei Informatikräume, drei Multifunktionsräume sowie sechs Clusterräume. Die räumliche Offenheit fördert Kommunikation und Zusammenarbeit, während gezielte Zonierungen Rückzug und konzentriertes Arbeiten ermöglichen. Transparenz, Flexibilität und akustische Qualität bilden dabei zentrale Anforderungen an Architektur und Innenausbau.
Im Bereich Innenausbau wurden Systemlösungen eingesetzt, die sowohl gestalterische als auch funktionale Anforderungen abdecken. Die Lindner Group übernahm dabei wesentliche Leistungen, insbesondere in den Bereichen Trennwandsysteme, Türintegration und akustisch wirksame Abtrennungen. Ziel war es, die offenen Raumkonzepte der Clusterschule umzusetzen und gleichzeitig die notwendigen Bedingungen für konzentriertes Lernen zu sichern.
Zur Zonierung der Übergänge zwischen Flur- und Klassenraumbereichen kamen Glastrennwände des Typs Lindner Life Stereo 125 zum Einsatz. Sie ermöglichen innerhalb der Cluster eine hohe visuelle Durchlässigkeit und fördern damit Transparenz sowie Orientierung im Gebäude. Gleichzeitig bieten sie eine wirksame Schalldämmung zwischen den Nutzungsbereichen.
Ergänzend wurden Lindner Logic 100 Timber Holztrennwände eingesetzt. Sie erfüllen die funktionalen Anforderungen im Schulbau (Robustheit, Alltagstauglichkeit, klare Zonierung) und unterstützen durch die Materialwirkung eine ruhige, natürliche Raumgestaltung. In Kombination mit den integrierten HTB 68 Holztüren entsteht so ein konsistentes Erscheinungsbild aus Holz und Glas, das die Raumgruppen klar abgrenzt.
Ein Teil der Abtrennungen zwischen Flur und Klassenzimmern wurde mit manuellen oder elektrischen Jalousien ausgestattet. Dadurch lassen sich Transparenz und Sichtbeziehungen situationsabhängig steuern – etwa für Prüfungen, Präsentationen oder konzentrierte Arbeitsphasen.




Projekt: Erweiterung Lise-Meitner-Gymnasium
Gebäudetyp: Schulen
Adresse: Am Stadtpark 50
PLZ/Ort: 51373 Leverkusen
Land: Deutschland
Fertigstellung: 2025
Firma: Lindner SE | Wand
Bauherr: Stadt Leverkusen
Wand
Trennwandsysteme Glas
Trennwandsystem Vollwand
