ReUsed – Wiederverwendbare Produkte

Wir l(i)eben unseren Materialkreislauf

Qualität und Langlebigkeit – zwei Anforderungen im Bauwesen, für die Lindner seit mehr als 55 Jahren steht. Im Zuge der Klimakrise und der fortschreitenden Umweltverschmutzung gewannen die Themen Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft in der Baubranche immer mehr an Bedeutung. Auch hier ist Lindner Vorreiter: Nachhaltigkeit und Umweltschutz ist bei uns bereits seit 1993 fest in unserer Unternehmenskultur verankert: Vom DGNB-Gründungsmitglied und der Erstellung der ersten eigenen Ökobilanz im Jahr 2011 bis hin zur Entwicklung kreislauffähiger Systemprodukte mit entsprechenden Cradle to Cradle Certified® Auszeichnungen und detailgenauen Umweltproduktdeklarationen als Grundlage für Green Buildings.

Ein Refresh in der Baubranche

Das Bauwesen gilt als der ressourcen- und abfallintensivste Wirtschaftssektor: Rund 50 % des Abfallaufkommens sowie 40 % der CO2-Emissionen in der Europäischen Union waren im Jahr 2019 der Baubranche zuzuordnen (Quelle: https://www.raumprobe.com/de/magazin/sortenrein-richtung-zukunft-294) – hinzu kommt die sich verstärkende  Rohstoffknappheit. Diese alarmierenden Zahlen rufen zum Handeln auf: Eine Lösung für das Problem? Zirkuläres Bauen! Und: Statt Abriss und Neubau stehen mittlerweile Umbau und Sanierung im Vordergrund, inklusive selektiver Rückbau. Nur so können wir unsere CO2-Bilanz verbessern, unsere Ressourcen effizienter nutzen und auch der Verschwendung von Rohstoffen entgegenwirken.

How to improve a perfect product? Reuse it!“

Das war unser erster Gedanke bei der Weiterentwicklung unseres Produktangebots an ReUsed Products. ReUsed steht dabei für Baumaterialien bzw. Produkte, die von Anfang an so gestaltet sind, dass sie möglichst in geschlossenen Kreisläufen geführt werden – und am besten in einer 1:1-Wiederverwendung genutzt werden können. Darüber hinaus bieten wir im Sinne der Weiterverwendung auch eine Rücknahme von gebrauchten Produkten, wie unseren Calciumsulfat-Bodenplatten an. Diese werden dann in unserem Werk aufbereitet und als gleichwertige Gebrauchtprodukte weiter verkauft. Genauso kümmern wir uns um die fachgerechte Entsorgung bzw. das Recycling am Ende der Nutzungsphase.

Was bedeutet Kreislaufwirtschaft?

Mithilfe des zirkulären Bauens werden Produkte und Ressourcen in intelligent geplanten, geschlossenen Kreisläufen geführt. Dies bedeutet, dass bereits bei der Konzeption der Systemprodukte an eine  Wiederverwendung bzw. sinnvolle Verwertung gedacht wird. Somit können die Produkte am Ende ihrer Nutzungsphase in ihre Bestandteile zerlegt oder auch als ganze Komponente im Kreislauf geführt werden. Unterstützt wird dieses Prinzip durch das Lindner Baukastensystem: Unsere Systemprodukte für Decke, Boden und Wände sind perfekt aufeinander abgestimmt, möglichst modular aufgebaut und einfach rückbaubar.

Die Wege des zirkulären Bauens

Im Sinne der Kreislaufwirtschaft werden Materialien und Wertstoffe in einem Kreislauf geführt. Hierzu unterscheiden wir zwischen vier verschiedenen Wegen der Zirkularität:

  • Bei der Wiederverwendung wird das Ausgangsprodukt demontiert und ohne Aufbereitung direkt wiederverwendet. Das Produkt kann entweder im gleichen oder in einem anderen Gebäude eingesetzt werden. Das höchste Potential an ökologischer sowie ökonomischer Wertschöpfung und QualitätDie direkte Wiederverwendung ist die Kür des zirkulären Bauens.
  • Und was ist der Unterschied zur Weiterverwendung? Nach einem zerstörungsfreien Rückbau gelangt das Ausgangsprodukt bzw. dessen Komponenten wieder in die Produktion: Anschließend  werden die Komponenten aufbereitet und dienen dann entweder dem ursprünglichen oder einem neuen Verwendungszweck.
  • Das Ausgangsprodukt wird in seiner Gestalt aufgelöst und die hierbei separierten Materialien werden erneut in den Produktionsprozess eingebunden – dies trifft auf die Verwertung zu. Die Materialien werden dem gleichen oder einem neuen Nutzungszweck zugeführt.
  • Ein selektiver Abriss wurde durchgeführt? Mithilfe des Recyclings werden Produkte nun in ihre kompletten Gestalten aufgelöst. Die Materialien gelangen nicht mehr direkt in den Produktionsprozess, sondern in einen externen Recyclingkreislauf. Bei der Herstellung von Produkten wird kontinuierlich der Anteil von Recycling-Material (RC-Material) gesteigert. Das Recycling bringt meistens geringere Qualität und Werte und benötigt viel Energie.

Ein urbanes Materiallager

Das Gebäude als Material- und Rohstoffquelle nutzen? Mit dem Urban Mining-Konzept wird der gesamte Bestand an langlebigen Gütern in unserer Umwelt als Sekundärrohstoffe betrachtet – denn jährlich werden rund 517 Mio. Tonnen mineralischer Rohstoffe in unserer Umgebung verbaut. Mit der Nutzung dieser Sekundärrohstoffe können die knappen natürlichen Ressourcen unserer Erde geschont werden: Nur so können wir der sich verschärfenden Ressourcenknappheit entgegenwirken. Auskunft über die verwendeten Materialien und Rohstoffe geben  Material- und Produktdatenbanken, wie beispielsweise Madaster: Neue digitale Technologien wie Kataster und Materialpässe erfassen und dokumentieren die verbauten Bestandteile der Gebäude, um diese nach der Nutzungsphase oder nach Um- und Rückbauten wiederverwenden zu können.

Bereich Boden

Neu:

NORTEC aurum (faserverstärktes Calciumssulfat)

NORTEC, NORTEC power

CEMTEC (Zementfaserplatten)

LIGNA (Holzwerkstoff)

(re)used:

LOOP aurum (faserverstärktes Calciumsulfat)

LOOP, LOOP prime

Bereich Decke

Bereich Licht

  • Austauschbare LED-Module nach Zhaga-Standard

  • Sanierungslösungen/Umrüstsätze für Bestandsleuchten

Bereich Wand

Bereich Fassade