Construct-X schafft eine Referenzarchitektur für offene, föderierte Datenräume im Bauwesen. Auf Basis von Open-Source-Prinzipien und Gaia-X werden alle relevanten Systeme verbunden – ERP, BIM, Produktdatenbanken, CDE-Plattformen – ohne Abhängigkeit von einzelnen Anbietern. Cloud-Edge-Technologie verarbeitet Daten sicher und latenzarm direkt vor Ort. Digitale Zwillinge für Bauwerk, Produkt, Supply Chain und Maschine bilden dabei die technologische Grundlage. Gleichzeitig entstehen die Voraussetzungen für digitale Produkt- und Materialdatenpässe als Basis für ESG- und CO₂-Bilanzierung. Das Ergebnis: weniger Abstimmungsaufwand, weniger Planungsfehler und mehr Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Construct-X schafft die technologische Basis für eine neue Qualität der Zusammenarbeit im Bauwesen. Standardisierte Schnittstellen verbinden ERP-, PIM- und BIM-Systeme mit Baustellendaten und sorgen für einen konsistenten, aktuellen Datenfluss in Echtzeit. Materialverfügbarkeiten, Planungsstände und Prozessinformationen sind jederzeit transparent und abrufbar – für fundierte Entscheidungen und optimierte Abläufe. Gleichzeitig entstehen die Voraussetzungen für digitale Produkt- und Materialpässe sowie ressourcenschonende Bauprozesse. Das Ergebnis: weniger Abstimmungsaufwand, reduzierte Fehlerquoten und eine effizientere Umsetzung komplexer Bauprojekte.

Im Forschungsprojekt BauZirkular (2026–2029) entsteht eine durchgängige digitale Prozesskette für die Kreislaufwirtschaft im Innenausbau: Bauprodukte werden bereits vor dem Rückbau identifiziert, ökologisch bewertet und gezielt in Wiederverwendungs- und Rücknahmesysteme zurückgeführt.
Grundlage ist die KI-gestützte Auswertung digitaler und analoger Baudokumentationen – von Ausführungsdokumentationen über Lieferscheine bis zu Werkstattplanungen und Baubüchern. KI-Modelle, die Bild und Text zusammen verarbeiten (Visual-Language-Modelle), sowie leistungsfähige Text-KIs (Large-Language-Modelle) extrahieren daraus automatisiert Produkt-, Mengen- und Herstellerinformationen, für die bisher Vor-Ort-Begehungen im Rahmen von Pre-Deconstruction-Audits nötig waren. Ein ökologisches Bewertungstool quantifiziert CO₂-Einsparungen, Ressourcenschonung und Zirkularität, unter Berücksichtigung von Transport-, Aufbereitungs- und Demontageaufwänden. Eine begleitende Circular Legal Governance sorgt dafür, dass Datennutzung, Datenteilen und Re-Use rechtssicher umsetzbar sind.

Bestand erkennen. Zirkularität bewerten. Produkte zurückführen.
Als Konsortialpartner bringt Lindner die Herstellerperspektive ein: Produkt- und Projektdaten, Schnittstellenwissen und die Erfahrung aus dem Bauen mit wiederverwendbaren Systemprodukten. Damit gebrauchte Bauteile aus dem Innenausbau wiederverwendet werden können, erstellen wir ein Bewertungssystem mit klaren Kriterien. Parallel testen wir unsere KI vor Ort in realen Bauprojekten. Gefundene Bauteile fließen entweder in unser Rückgabe- und Mietmodell auf der Plattform LinLoop ein oder werden über die Concular-Börse an neue Käufer vermarktet. Damit schaffen wir die Grundlage für drei Dinge: Erstens wissen wir automatisch, welche Ressourcen in Gebäuden verfügbar sind. Zweitens liefern wir belastbare Umweltdaten für Nachhaltigkeitsberichte nach EU-Taxonomie und CSRD. Drittens können wir unser gesamtes Angebot gezielt auf Wiederverwendung und Weiterverwendung ausrichten.

Ziel des Projekts BauZirkular ist es, Abfallmengen zu reduzieren, Entsorgungskosten zu senken und anhand des entwickelten Bewertungstools CO₂- und Materialeinsparungen durch Wiederverwendung nach den im Projekt definierten Kriterien zu quantifizieren. Die Kreislauffähigkeit der Systemprodukte wird dabei anhand dieser Kriterien systematisch bewertet.

Gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt im Rahmen des GreenTech Innovationswettbewerbs.